Die Finanzierung für das 2. Hallenbad steht

Mit 62% Ja-Stimmen ist das Volk am 24. November 2025 der Empfehlung der SVP gefolgt und hat der Miete eines zweiten Hallenbades zugestimmt. Gegen den Willen des Stadtrates. Die WIN4 AG hat nur ein Jahr später die Finanzierung gesichert. Baubeginn ist 2026, Eröffnung spätestens 2028. Damit bekommt Winterthur das Hallenbad schneller und billiger, als wenn sie es selbst gebaut hätte.
In Winterthur besteht seit Jahren ein hoher Bedarf an zusätzlicher Wasserfläche für den Schul-, Vereins- und öffentlichen Schwimmbetrieb. Das bestehende Hallenbad Geiselweid stösst insbesondere zu Spitzenzeiten regelmässig an seine Kapazitätsgrenzen. Vor diesem Hintergrund wurde im Stadtparlament Winterthur ein Projekt für ein zweites Hallenbad auf dem Areal WIN4 behandelt und dem Volk zum Entscheid vorgelegt.
Behandlung im Stadtparlament
Das Stadtparlament befasste sich mit einer Vorlage, die vorsah, das zweite Hallenbad nicht als städtischen Eigenbau, sondern in Zusammenarbeit mit der WIN4 AG zu realisieren. Dabei sollte die WIN4 AG das Hallenbad bauen und betreiben, während die Stadt Winterthur einen langfristigen Miet- und Betriebsbeitrag leistet.
Im Parlament wurde das Geschäft intensiv diskutiert. Zentrale Punkte der Debatte waren:
- die langfristigen Kosten für die Stadt,
- der Nutzen für Schulen, Vereine und die Bevölkerung,
- sowie die Frage, ob ein Mietmodell gegenüber einem Eigenbau sinnvoll sei.
Schliesslich entschied das Stadtparlament, die Vorlage nicht abzulehnen, sondern sie dem Volk zur Abstimmung vorzulegen. Damit übernahm das Parlament eine vermittelnde Rolle und überliess den endgültigen Entscheid der Stimmbevölkerung.
Das Parlament hat somit gegen den Stadtrat gestimmt, welcher das 2. Hallenbad nicht wollte. Die SVP-Fraktion unterstützte das Projekt von Anfang an, da wir der Überzeugung waren, dass die Stadt nie mehr so günstig zu einem 2. Hallenbad kommt, wie eines, welches von Privaten gebaut wird.
Volksabstimmung als entscheidender Schritt
Am 24. November 2024 kam die Vorlage zur Volksabstimmung. Die Winterthurer Bevölkerung stimmte dem Projekt mit einer klaren Mehrheit von rund 62 % Ja-Stimmen zu. Damit wurde der Parlamentsentscheid legitimiert und die Finanzierung durch die Stadt genehmigt.
Bedeutung des Entscheids
Mit dem positiven Volksentscheid ist der Weg frei für die Umsetzung des zweiten Hallenbads auf dem WIN4-Areal. Das Projekt gilt als wichtiger Schritt zur Entlastung des Hallenbads Geiselweid und zur Verbesserung der Sport- und Freizeit-Infrastruktur in Winterthur.
Das neue Hallenbad soll insbesondere:
- zusätzliche Wasserflächen für Schulen und Vereine bereitstellen
- die Öffentlichkeit entlasten
- und langfristig den wachsenden Bedarf einer grösseren Stadtbevölkerung abdecken
Ausblick
Nach dem politischen Entscheid konnte nun die Detailplanung und die Umsetzung vorangetrieben werden. Letzte Woche hat nun Win4 bekanntgegeben, dass die Finanzierung gesichert sei, die Pläne stehen. Der Baustart sollte in der 2. Hälfte 2026 beginnen, die Inbetriebnahme wird spätestens im Oktober 2028 erwartet.
Bild: WIN 4 AG
SVP Winterthur