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Kolumne “Fadegrad” im Zürcher Bote: Konsequente Trennung von Kirche und Staat dringend nötig!

Ich bin mir bewusst, dass mein Thema nicht sehr vorweihnächtlich ist, aber angesichts des knappen Ausganges der Abstimmungen vom 29.11.2020 müssen einige Überlegungen angestellt werden. Mit ihrem fragwürdigen Engagement für die linke Konzernverantwortungsinitiative (Banner an Kirchtürmen, politische Predigten, unwürdige und unchristliche Druckausübung auf die Gläubigen, Engagement im Abstimmungskampf etc.) haben die Kirchen den Bogen nun einfach überspannt. Das Engagement der Kirchen für die KVI riskierte negative Auswirkungen auf unser Land, seine Einwohnerinnen und Einwohner und die Wirtschafts- und Beschäftigungssituation, ohne irgendeinen Nutzen im Ausland – weder für Mensch noch Umwelt!

Durch dieses Vorgehen, getrieben durch ein völlig verqueres Verständnis von Solidarität und Verantwortung, haben sich die Kirchen direkt gegen den Wohlstand und die Wohlfahrt in der Schweiz gestellt. Dabei sind Kirchen als öffentlich-rechtliche Körperschaften ganz besonders ans staatlich gesetzte Recht gebunden und damit auch an die Bundesverfassung. Sie sind grundsätzlich zur politischen Neutralität verpflichtet. Dies muss umso mehr gelten, als dass sie von Privaten und teilweise von Unternehmen Steuern erheben und mit Staatsmillionen unterstützt werden. Die katholische und die reformierte Kirche in der Schweiz nehmen jährlich rund 1,8 Mia Franken an Kirchensteuern und öffentlichen Mitteln (normale Steuergelder) ein. Allein im Kanton Zürich erhalten die fünf anerkannten Kirchen rund 50 Millionen Franken jährlich aus der Staatskasse.

Dass die Kirchen dieses Geld für politische Abstimmungskämpfe verwenden, anstatt es für ihre sozialen Aufgaben in unserem Land einzusetzen, zeigt auf, dass sie jeglichen Bezug zu unserem Heimatland und zur Basis verloren haben. Kein Wunder, gehören bereits rund 30% der Einwohner der Schweiz keiner Kirche mehr an. Dies hängt wohl mit dem stets linken Engagement der Kirchen zusammen, welche die «ganze Welt retten» wollen und dabei das eigene Land und seine Bewohner links liegen lassen. Es spielt wohl aber auch eine Rolle, dass sich bei immer mehr Menschen die Einsicht durchsetzt, dass der Glaube an Gott eine ganz persönliche Sache ist und es dafür keine Kirche braucht.

Den Kirchen müssen nun die Grenzen gesetzt und aufgezeigt werden. Dies lässt sich wohl am besten über die Finanzen erreichen: Kirchen dürfen keine Gelder des Staates mehr erhalten, die Kirchensteuern für Unternehmen gehören abgeschafft und die Kirchen müssen ihre Beiträge bei ihren Mitgliedern selbst einziehen. Eine vollständige Trennung von Kirche und Staat in allen Fragen scheint mir dringender denn je.

Aber trotz diesen kritischen Zeilen wünsche ich Ihnen allen von Herzen eine frohe und geruhsame Weihnachtszeit und ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Zürcher Bote

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